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Geschichte

... ein bisschen Geschichte

Matelica besitzt uralte Ursprünge, wie die Welle der Nachrichten bezüglich archäologischer Funde gezeigt hat, die Matelica in den letzten Jahren ins Zentrum der Aufmerksamkeit der regionalen und nationalen Medien gerückt hat. Sie riefen selbst in den weniger interessierten Wissenschaftlern Erstaunen und Bewunderung hervor.

Die ersten menschlichen Zeugnisse auf dem Gebiet Matelicas gehen bis in die Altsteinzeit zurück; in einer fortgeschrittenen Phase der Jungsteinzeit entstand die Siedlung von Braccano, wo im Jahr 2000 Reste einer Behausung mit Bearbeitungsbereichen für Steine gefunden wurde.

Ab dem 8. Jh. v. Chr., aber vor allem während des 7. Jh., war das gesamte Gebiet dicht bevölkert, wie die ausgedehnten Wohnstätten und die Nekropolen beweisen, die sich auf Plateaus neben der Talsohle in der Nähe des Flusses Esino entwickelten. In diese Zeit fällt auch der Fund zahlreicher Traubenkerne der Sorte „Vitis Vinifera“ im picenischen Grab einer hochrangigen Persönlichkeit, der ein außerordentliches Dokument der uralten Ursprünge des Traubenanbaus in dieser Gegend darstellt.

In der darauf folgenden Zeit scheint sich die Ansiedlung in Übereinstimmung mit der heutigen Gemeinde auf das Zentrum des Territoriums zu konzentrieren und strukturiertere Formen anzunehmen. Dieser Entwicklungsprozess erfuhr am Anfang des 3. Jh. v. Chr. einen Wendepunkt, als das Gebiet von den Römern erobert wurde. Dies führte um die Mitte des 1. Jh. v. Chr. wiederum zum Entstehen des Municipium di Matilica, dessen Name von dem heutigen Matelica übernommen wurde.

Das Zentrum erlebte seine Blüte zwischen dem 1. und 2. Jh. n. Chr., wie zahlreiche große Funde belegen. Der Niedergang der römischen Städte zwischen dem 3. und 4. Jh. n. Chr. betraf auch Matelica, das jedoch zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert Bischofssitz wurde.
Unter der Herrschaft der Langobarden war es dem Herzogtum Spoleto angeschlossen und entwickelte sich zu einem Weiler. Um 1150 wurde Matelica freie Gemeinde, als die Bürger die Konsuln durch Feudalherren des Deutschen Kaiserreichs ersetzten. Zwischen 1170 und 1180 wurde es von Christian I., Erzbischof von Mainz zerstört, der in den Marken versuchte, die Macht Kaiser Friedrichs I. wieder herzustellen. Um 1210 wurde eine neue Unabhängigkeit aufgebaut, allerdings ging Matelica 1266 durch die Wiederherstellung der päpstlichen Autorität in den Marken von neuem in die Abhängigkeit des Heiligen Stuhls über. Ab dem Ende des 14. Jahrhunderts wurde es von dem Geschlecht der Ottoni beherrscht, die päpstliche Vikare waren. Zu dieser Zeit war eine der Haupteinnahmequellen die Wolltuchbetriebe, allerdings gingen diese Manufakturen unter, nachdem Matelica 1578 unter die direkte Herrschaft der Kirche zurückgekehrt war.

1610 wurde Matelica Sitz eines Governatore di Breve, aber dieses Privileg verbesserte nicht die Situation seiner Manufakturen. Zuerst führte die Französische Invasion und später der Kampf um die Einheit Italiens zu einem vollständigen Niedergang der Wolltuchindustrie; es blieben nur einige kleine Gerbereien zurück.

Erst im vergangenen Jahrhundert begann erneut ein wirtschaftlicher Aufschwung. Unmittelbar nach dem Krieg wurden die ersten Industriebetriebe gegründet und einige Jahre später entstanden, auch durch die Präsenz Enrico Matteis, wichtige Bekleidungs- und Maschinenbauunternehmen. Von diesem neuen Reichtum hat auch die Landwirtschaft profitiert, die sich auf Weinbau, Viehzucht und Imkerei spezialisiert hat. Als Folge davon ist wiederum die Stadt gewachsen und der private Wohnungsbau hat sich vom Zentrum auf das umliegende Gebiet verlagert.