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Architektonischer Rundgang

Der große Platz im Zentrum, die ehemalige Piazza Lorenzo Valerio trägt jetzt den Namen von Enrico Mattei, dem Gründer und ersten Präsidenten der ENI.
In der Mitte des Platzes befindet sich ein achteckiger Brunnen aus weißem Stein aus dem Jahre 1587, der von dem Architekten des Heiligen Hauses in Loreto, Lattanzio Ventura aus Urbino, gestaltet wurde. Aus dem achteckigen Becken erheben sich vier Meeresgottheiten, die von den Bewohnern Matelicas wie folgt genannt werden: „Biutinu“, „Maccagnanu“, „La Veloce“ und „La Sirena“. Auf den Tafeln sind die Wappen von Papst Sixtus V. und einigen Kardinälen abgebildet. 1619 wurde dem Kardinal Scipione Caffarelli Borghese, dem Beschützer der Stadt, eine eingravierte Widmung zugeeignet.

Der Bau des Regierungspalastes, der mit dem Stadtturm eine Einheit bildet, geht auf das Jahr 1271 zurück und wurde von dem Architekten Benincasa aus Florenz unter Mitwirkung des Stückarbeiters Bruno aus Fabriano durchgeführt.
Das Gebäude wurde mehrere Male restauriert und dies hat seiner stilistischen Einheit sehr geschadet. Auf der rechten Seite des Gebäudes befindet sich die von Ascanio Ottoni erwünschte Loggia, die 1511 von den lombardischen Architekten Costantino und Giovan Battista aus Lugano realisiert wurde. Ihre geringe Tiefe und die mangelnde vertikale Entwicklung kennzeichnen die Loggia als einfaches Stadtgebäude, das nur zur Geschäftsabwicklung der Wollwaren benutzt wurde. Die sieben gleich breiten Bögen, die von gut proportionierten vieleckigen Pfeilern getragen und durch ein ionisches Kapitell abgeschlossen werden, machen die Loggia zu einer Scheidewand, die den Gang zwischen dem Marktplatz und der Piazza verbindet.

Der Palazzo Ottoni, dessen Bau von Alessandro und Ranuccio Ottoni in Auftrag gegeben wurde, erhebt sich dem Regierungspalast gegenüber und durch einen Gedenkstein, der sich neben der Freitreppe befindet, kennen wir auch das Erbauungsdatum, nämlich 1472.
Der ursprünglich realisierte Bau aus dem 16. Jahrhundert besaß eine U-Form, die auf einen auf drei Seiten mit einem Laubengang versehenen Hof hinausging und dessen vierte Seite von dem Loggia-Übergang geschlossen wurde, der über die Via San Filippo führte und ihn so mit einem anderen Besitz der Familie Ottoni verband. Von dieser ursprünglichen Konstruktion sind heute nur noch der rechte Flügel und von dem Laubengang nur der Teil, der als Rückansicht des Gebäudes dient, erhalten.
Der Loggia-Übergang erfüllte seit 1521 den Zweck, das Herrenhaus mit der Depandance auf der anderen Straßenseite zu verbinden. Die Ottoni hätten es nie gewagt den Zorn des Volkes auf sich zu ziehen, indem sie die Nonnen aus ihrem Kloster vertrieben hätten, nur um Platz für ihr Gesinde zu schaffen. Sie benutzten den Loggia-Übergang als privates Verbindungsmittel zu der darunter gelegenen Kirche San Michele Arcangelo und den Gärten, die sich hinter dieser befanden. Dort, wo sich heute ein Parkplatz befindet, gab es wahrscheinlich einen Garten.
Im zweiten Stock des Gebäudes befindet sich das Museum und die Pinakothek, in der man unter vielen Werken besonderen Interesses auch folgende bewundern kann: eine aus der romanischen Schule des 16. Jahrhunderts stammende Holztafel (Altarstaffel) mit dem Abendmahl in Emmaus, und den Heiligen Sant’Agostino und San Nicola von Tolentino auf den Seiten, die aus dem aufgelösten Kloster Sant’Agostino stammt; ein Gemälde von Salvator Rosa, das Sant’Onofrio darstellt; eine Serie von Gemälden des neoklassizistischen Malers Raffaele Fidanza aus Matelica, der für seine psychologische Introspektion, mit der er die Personen der Epoche darstellte, bekannt war; einige Werke von Diego Pettinelli und ein im 18. Jahrhundert gefertigter Kommandostab aus Silber des römischen Silberschmieds Domenico Piani, anlässlich des Erhalts des Stadttitels; sowie seltene, wertvolle Möbel.

1606 erwarb die Gemeinde von der Familie Scotti aus Narni das Rathaus, 1844 wandte sich die Stadtobrigkeit an den Architekten Vincenzo Ghinelli, der einen Restaurierungsplan entwarf, um den Abriss des Gebäudes zu verhindern. Ghinelli schlug eine Aufstockung und eine Vergrößerung des Hofes vor, die Kaserne wurde bis zur Via San Filippo verlängert. Der Ingenieur Robuschi hing die Fassade an widerstandsfähige Eisenträger auf und seit dieser Zeit überragt es den Palazzo Ottoni. Am Ende der Freitreppe steht der bedeutende Gedenkstein des Caius Arrius.

1805 entstand in Matelica das Theater anlässlich der Initiative von vier Privatleuten (Capeci, Aquacotta, Buti und Cameli), die die Bauverpflichtung, auch in finanzieller Hinsicht, übernahmen. Um den Bauplan zu entwerfen, kehrte Giuseppe Piermarini, der sich nach einer brillanten Karriere in Diensten der Majestät der Lombardei schon in Foligno zur Ruhe gesetzt hatte, zurück. Piermarini entwarf auch die Mailänder Scala. Die Zeichnungen und Pläne sind von ihm, aber die Realisierung des Theaters kann man ihm nicht zuschreiben.

Es wäre vor dem wertvollen Palazzo Piersanti entstanden, aber „aus Mangel an Kapital konnte es nicht mit ihm an der Ausschreibung der Fassade, des Eingangs und der Treppe konkurrieren“ sagt Filippini. Noch heute sind drei nicht unterschriebene Aquarelle zur Ausschmückung der Logen mit Voluten (Schnörkeln) und Medaillons, deren Hintergrundfarbe von der Höhe der Ränge abhängt, unveröffentlicht. Der Eingang ins Parkett liegt auf einer Linie mit dem Eingang jener Fassade, der als Haupteingang dienen sollte, nämlich dem der bis 1860 geltenden Hauptstraße Matelicas, Via Civitella.
Der Giebel ist dreieckig und ist eher zu demonstrativen als ästhetischen Zwecken bestimmt. Die Fassade wurde so ersonnen, dass sie keinerlei Zeichen besaß, die sie als Theater erkennen ließe. Mehrmals wurde versucht, sie zu ändern, und man wandte sich an verschiedene Architekten, aber keiner der Pläne wurde je ausgeführt. Das Theater wurde 1812 offiziell mit einer Aufführungsreihe eröffnet: Ser Marcantonio von Pavesi, Oh! Che originale di Majer und Il sedicente filosofo von Mosca.
Als sich der Architekt Ghinelli 1849 in Matelica befand, nutzte man die Gelegenheit und vertraute ihm die Restaurierung des Theatergebäudes an, das in den vergangenen 37 Jahren nichts als Probleme gemacht hatte.
Man erweiterte die Vorbühne und die Bühne, renovierte die Sitze aller Logen, verschob 24 Logen und baute sie zurückgesetzt in einer neuen Linie wieder auf.

Giuseppe Recanatini wurde 1850 beauftragt, sechs Kulissen mit Perspektiven und eine Leinwand mit der Ansicht der Piazza von Matelica von der Chiesa del Suffraggio aus, anzufertigen.

1873 wurde von Ing. Petrini eine neue Restaurierung durchgeführt, die den „unregelmäßigen und schlecht gebauten“ Saal und die geraden Treppen betrafen, die in halbrunde Form gebracht wurden.
Die offene Loge im vierten Rang wurde verkleinert und das gesamte Dach wurde abgerissen, um die Stützmauern zu erhöhen. Man zerstörte das Gewölbe, das letzte von Piermarini übrig gebliebene Element.
Der Abriss der Decke zog die vollständige Änderung der Innenmalerei nach sich, die Buccolini aus Camerino anvertraut wurde, die Vergoldungen sind von Luigi Carbonari, während der Bühnenhintergrund von Malagodi stammt.
Viele andere Gebäude haben ebenfalls eine architektonisch entscheidende Prägung, wie z. B. der Palazzo De Sanctis, der von Antonio Mollari geplant wurde und dessen Innenausstattungspläne in einem unauffindbaren Familienarchiv aufbewahrt werden. Die Anordnung der Decken verweist auf das Werk Piermarinis. Sie ist so strukturiert, dass sich die Linien kreuzen und sich auf das zentrale, aus Leinwand geschaffene Bild beziehen. Einen Hinweis verdienen auch die Bekrönungen für Gebäude im Hof des Palazzo Fossa; alle drei übereinander liegenden Loggien besitzen ionische Kapitelle.

Weitere herausragende Beispiele der Architektur sind Casa Campanelli, Palazzo Romani, Palazzo Razzanti und Palazzo Monti - De Luca, dessen wunderschöne Terrasse die vierte Seite abschließt, ohne den Hof mit den Fensteröffnungen mit flachen Simsen an den Wänden aus dem 18. Jahrhundert zu blockieren. Auch der Palazzo Pettinelli gehört dazu, dessen Errichtungsdatum dadurch bekannt ist, dass nach alter Tradition bei der Dachdeckung ein Ziegel damit graviert wurde und dann ein Fest gefeiert wurde. Dieses Gebäude zählt zu seinen Schönheiten auch einen prächtigen ovalen Salon mit einer Decke, die Segmente und Groteskmalereien mit Abänderungszeichen aus dem 18. Jahrhundert aufweist.
Vom Palazzo Finaguerra ist das Portal und die Innenausstattung in delikatem pompejischen Stil, dessen Spuren an einigen Türen und Decken noch zu sehen sind, geblieben.
Der Palazzo Acquacotta ist ein Bau aus dem 17. Jahrhundert und besitzt einige interessante Elemente, wie z. B. das Portal und den abgerundeten Eingangsbereich mit den in der Wand eingelassenen dorischen Halbsäulen.
Der Palazzo Mattei (vormals Grassetti) geht auf die Via Umberto I, die ehemalige Hauptstraße Matelicas, und verfügt über eine fantasiereiche Fassade. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut und zeigt folgende vertikale Abfolge der Fenster: rechteckig im ersten Stock, quadratisch im zweiten, oval im Zwischengeschoss und ein flacher Rahmen zur Dekoration. Es gibt keinen Innenhof, aber das Erdgeschoss weist große, in Form von Kreuzgewölben geschlossene Räume auf, die die Handelsaktivitäten der Familie belegen, die das Gebäude in Auftrag gab. Eine prächtige Galerie, die den ersten Stock in zwei Teile schneidet, wurde von Giovanni Bonanni und Mariano Scanellare ausgestattet, wie die Inschrift an einem Fenster der Galerie belegt.

Der Palazzo Piersanti, der heute Sitz des Museums ist, wurde sehr komplex geplant: er ist um zwei Höfe herum, von denen einer nach Norden und der andere nach Westen zeigt, gelegen; daraus erfolgt eine innere Aufteilung, die aus Galerie und Loggia Verbindungselemente zwischen den verschiedenen Räumen macht.
Der ursprüngliche Kern stammt aus dem 15. Jahrhundert, wie auch die Loggia des Hofes, die Freitreppe am Eingang, deren Aussehen nicht zu den Proportionen im Gebäudeinneren zu passen scheint, sowie die noch sichtbaren Reste eines Eingangs an der Fassade, der rechts von dem heutigen gelegen war. Das Gurtgesims im Innenhof enthüllt schon von außen eine Abänderung der Stockwerke, die den nachträglichen Erwerb des Seitenflügels des Hofes belegt. Im 16. Jahrhundert bedeutete ein weiterer Zukauf die Verwandlung des Baus in ein herrliches Renaissancegebäude; der gesamte Komplex ist das Ergebnis einer Fusion von drei Gebäuden aus verschiedenen Epochen, die zu einem einzigen vereinigt wurden.